Tagging sucks, mostly!
Ich hab mir soeben meine aktuelle Tag-Cloud (aka Wortwolke, haha) angesehen und festgestellt das meine liebe Kollegin damals absolut recht gehabt hat.
Meine vergebenen Tags wiederholen sich kaum und damit werden in der Wolke fast alle Wörter gleich groß dargestellt.
Die Vergabe von Tags hat weder etwas mit der persönlichen Disziplin zu tun und auch nicht mit einer wachsenden Anzahl von Tags. Tagging ist für die persönliche Strukturierung von Daten absolut ungeeignet, erst mit einer deutlich größeren Datenmenge, und damit Taganzahl, würden sich stärkere und schwächere Tags heraus kristallisieren.
Durch diverse kleine technische Unterstützungen bei der Vergabe von Tags könnte man die Tags grundsätzlich verbessern. So kann man zum Beispiel eine Auswahl-Liste anzeigen lassen oder Tag-Vorschläge unterbreiten aber im Großen und Ganzen wird’s das auch nicht herausreißen.
http://labuschin.com/journal/web2-0/probleme-loesungen-tag-systeme
Also kann man Tagging nur dort verwenden wo viele Daten, meist von vielen Personen verwaltet und/oder angelegt werden. Das persönliche Tagging ist vielleicht noch für die Volltextsuche interessant ansonsten aber für nichts zu gebrauchen.
Auch in der Wikipedia kommt das Tagging nur in Verbindung mit “Gemeinschaftlichen Indexieren” vor und auch dort heißt es das man für’s “collaborative tagging” eine “größere Personengruppe” braucht. Diese Voraussetzung fehlt allerdings den letzten Projekten für die wir Tag-Clouds gestalltet haben, zumindest soweit hatte ich recht.
Also Martina … ich kann auch nicht vernünftig Taggen und ich glaube das liegt nicht an uns.
Tags: Tag, Tag-Cloud, Tagging, Volltextsuche