Jobposting – was wirklich drin steht
Beim täglichen Durchstöbern von Jobangeboten aus dem IT-Bereich, kommen einem immer wieder dieselben Formulierungen unter. Es funktioniert ähnlich wie bei den Hotel-Beschreibungen im Reisekatalog, die Phrasen hören sich zwar gut an, haben aber eine ganz andere Bedeutung. Mittlerweile kann ich aus eigener Erfahrung einige Übersetzungen dazu liefern:
“Wir sind spezialisiert im Bereich SoUndSo.”
Bedeutet: Grundsätzlich machen wir alles was der Kunde will, egal ob wir KnowHow haben oder nicht. SoUndSo könnten wir am besten aber das kauft leider niemand.
“Weiterentwicklung unserer erfolgreichen Applikationen”
Bedeutet: Wir haben das Ding einige Male verkauft aber es hat so viele Fehler das sich die Kunden beschweren. Du darfst diese Fehler jetzt beheben.
“Erstellung maßgeschneiderter Lösungen”
Bedeutet: Für Geld machen wir wirklich alles!
“Kenntnisse in SoUndSo von Vorteil.”
Bedeutet: Keine Kenntnisse von Nachteil
“flexible Arbeitszeiten”
Bedeutet: Du kannst gern früher kommen und später gehen, Überstunden sind egal weil du hast eh einen All-Inclusive-Vertrag.
“gute Entlohnung”
Bedeutet: Sowenig wie möglich aber wir halten es für gut.
“faire Entlohnung”
Bedeutet: Sowenig wie möglich und wir wissen das es wenig ist.
“leistungsgerechte Entlohnung”
Bedeutet: Je mehr du arbeitest desto … … bringt dir eigentlich nix, hört sich aber besser an.
“interessante Projekte”
Bedeutet: … haben wir schon aber du wirst dich die nächsten Jahre mit Wartungsaufgaben begnügen müssen.
“eigenverantwortliches Aufgabengebiet”
Bedeutet: Du bist auf jeden Fall Schuld auch wenn du nichts mitzureden hast.
“junges Team / angenehmes Arbeitsklima”
Bedeutet: Sei froh, ihr sitzt alle im selben Boot, geteiltes Leid ist halbes Leid.
“dynamisches Team”
Bedeutet: Die Kollegen wechseln im Monatstakt.
“Wir bieten kontinuierliche Weiterbildung”
Bedeutet: Weiterbilden kannst dich gern in der Freizeit, wenn du Glück hast nehmen wir das wohlwollend zur Kenntnis.