WWIII oder wie Google China den Krieg erklärt

Heute hat Google verlautbart das sie in Zukunft die Suchergebnisse auch google.cn nicht mehr zensieren wollen, selbst wenn das zur Schließung der Seite bzw. Büros in China führt. Grund dafür ist nicht unbedingt die fragwürdige Einstellung Chinas zu den Menschenrechten …

Ausschlaggebend für diesen Schritt war ein Hackerangriff der Mitte Dezember auf Google und andere große internationale Unternehmen durchgeführt wurde. Google behauptet das der Angriff von China aus erfolgt ist und das auch E-Mail-Konten von Menschenrechtsaktivisten betroffen waren. Daraus lässt sich schließen das der Angriff von der chinesischen Regierung vielleicht unterstützt wurde, wer hätte sonnst etwas gegen diese Aktivisten?

Es handelt sich also nicht um einen Konflikt zwischen einer kleinen Hackergruppe und irgendeiner Website. Die Kontrahenten sind die Regierung der größten Nation der Welt und die größte Suchmaschine/Internetfirma/Softwarefirma der Welt. Der nächste Schritt scheint vorprogrammiert, Google wird die Pforten in China schließen müssen denn China wird google.cn sicher sperren.

Alles andere ist aber noch offen, wie werden sich die anderen zwanzig betroffenen Unternehmen verhalten? Wird China die Angriffe stoppen? Wenn nicht, wird Google zurückschlagen um die Angriffe zu stoppen? Macht es Sinn das Google die Menschenrechtsaktivisten unterstützt, zu verlieren hätte Google ja nichts mehr.

Ich bin gespannt wie es weitergeht, die aktuelle Situation hat zumindest das Potential um zum ersten virtuellen Weltkrieg zu eskalieren.

via Google Blog, Basic Thinking, Golem

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