Der Erklärbär: Linkbaiting (SEO)

Hallo liebe Kinder, heute erklär ich wiedermal einen hübschen kleinen SEO-Bullshit-Slang-Ausdruck: Linkbaiting

Das englische Wort “bait” bedeutet anlocken oder ködern, beim Linkbaiting geht’s also darum möglichst viele eingehende Links “anzulocken”. Eingehende Links, auch incoming Links, inbound Links oder Backlinks genannt, sind wichtig fürs Google Ranking, und das Google Ranking ist wichtig für die Geldbörse (oder fürs Ego).

Das Anlocken von Links funktioniert ganz genau so wie bei den Vögelchen. Man baut ein hübsches kleines Vogelhäuschen, stellt es auf und füllt es mit Vogelfutter an. Dann braucht man nur mehr zu warten bis die Vögelchen kommen und die Körner fressen. Das Häuschen ist deine Webseite, das Futter dein Content und die Vögelchen sind dann die Backlinks.

Wenn du ein sehr hübsches Vogelhäuschen hast, und immer ganz viel leckeres Futter reinfüllst dann kommen natürlich viel mehr Vögelchen zu dir als zum doofen Nachbarn. Das ärgert den Nachbarn natürlich, aber das ist eine andere Geschichte …


Woher nehmen wenn nicht …
… stehlen – scheidet völlig aus, das wär nicht nett und sowieso nur duplicate Content (Pfuigack, Mund auswaschen).

Leckeres Vogelfutter kann man kaufen, is aber teuer. Besser man macht sich sein Futter selber, und am allerbesten ist natürlich wenn kein anderer das gleiche Futter hat wie du, quasi einzigartig, dein überteuerter SEO-Berater würde sagen: “U need unique valuable content, man!” … er meint damit einzigartige Inhalte die für den Benutzer nützlich sind.

Lecker, Lecker Vogelfutter
Natürlich dürfen die Inhalte nicht abgestanden sein, also immer schön regelmäßig austauschen … “It has to be fresh!! Fresh content, man!”, jaja. Wer nicht immer das alte Zeugs wegwerfen will kann auch neuen Content druntermischen, die Vögel merken das eh nicht und wir nennen das jetzt mal: “Content Resampling“. Am besten ist natürlich wenn in den Medien gerade über das gleiche Thema berichtet wird, weil mir dazu kein Vogelfutter-Vergleich einfällt lass ich das jetzt lieber.

Warten ist langweilig!
Man sitzt jetzt also zuhause vorm Fenster und wartet das die Vögel kommen, ist todlangweilig, oder? Es ist Zeit das man möglichst jedem den es interessieren könnte (<- wichtig) erzählt das es was neues gibt. Besonders kompliziert ausgedrückt: Man seedet seinen Content oder feedet die Channels, der Erklärbär sagt: “Wir verteilen das Zeug im Internet!”

Zum Beispiel via Presseportalen, Social News Plattformen, anderen Blogs, Foren, Partnerseiten usw. Für jedes Thema gibt’s Kanäle die besser funktionieren als andere, das muss man selber rausfinden, ich bin nur der Erklärbär und nicht Jesus.

Lass dir helfen
Das ganze klingt nach viel Arbeit, ist es auch, bringt aber auch viel. Man kann sich aber von den eigenen Benutzern ein wenig helfen lassen. Macht es den Leuten einfach eure Inhalte zu teilen, Content Sharing könnte man auch sagen. Dazu gibt es eine Unmenge von WordPress Plugins und Social Media Buttons, Like-Boxen und Share-Buttons … Aber nicht übertreiben, am Besten für jeden Inhalt nur die Werkzeuge anzeigen die funktionieren und relevant sind; Für einen deutschen Artikel brauch ich keinen Digg-Button – funktioniert einfach nicht.

… das wars schon wieder: Linkbaiting erklärt für Dreijährige, Vorgesetzte und Entscheider.

Der Erklärbär verabschiedet sich hiermit, tschüüü bis bald!

Foto Credits: 1,2,3