Oder anders gesagt, 28% der österreichischen Firmen suchen immer noch nach Talenten für unterschiedliche Positionen. Das ergab die jährliche Manpower Talent Shortage Survey. Das sind um ganze 16% weniger als letztes Jahr und um 5% weniger als 2007. Die österreichischen Firmen suchen vorallem gewerbliche Facharbeiter (zB.: Handwerker mit Ausbildung und Berufserfahrung), Techniker (in der Entwicklung und Instandhaltung), Mechaniker, Leute im Verkauf, Fahrer und an sechster Stelle IT-Personal (vorallem Entwickler).
Die starke Schwankung nach unten kommt nicht überraschend aber überraschend ist schon das nicht in allen Ländern die Nachfrage so stark gesunken ist. In Deutschland haben 1% mehr Firmen Probleme bei der Talent-Suche, in Holland 4% und in Italien sogar 8%.
Egal ob gut oder schlecht, egal ob alt oder neu, egal welcher Künstler oder welches Genre, die Rechte eines Musikstücks haben anscheinend immer den selben Wert und das sind laut einem amerikanischen Gericht 80.000 USD. Und jetzt bitte mal alle den Shared-Folder öffnen und nachsehen wieviele Songs drinnen sind und die Uncompleted dazuzählen und dann mal 80.000 rechnen, das ergibt die Schadenersetzforderung auf die man sich gefasst machen muß.
Die 32-jährige Jammie Thomas-Rasset, Mutter von vier Kindern, wird wegen des illegalen Tauschs von 24 Songs zu 1.9 Mio USD verurteilt.
Das sogenannte Indizieren von Computer-Spielen ist in Deutschland seit Jahren gesetzlich möglich und wird auch fleißig eingesetzt. Jetzt soll dieses Gesetz auch auf ausländische Webseiten angewendet werden. Konkret betroffen sind österreichische Spiele-Händler wie Gameware oder gamesonly.at. Besonders interessant ist diese Entwicklung in Verbindung mit den viel diskutieren neuen Netzsperren die in Zukunft auch auf diese Seiten ausgeweitet werden sollen.
Wie andernorts bereits geschrieben, hab ich den Tag sehr interessant gefunden. Die ganze Veranstaltung war gut organisiert und es waren eigentlich durchgehend interessante Redner am Pult. Folgende Fakten und Daten konnte ich von der meshed#1 mitnehmen …
Ralph Kammelberger, Online-Mediaberater bei Omnimedia
2009 sind -50% Print und -50% TV im Mediamix von Omnimedia
CPV wird in fünf Jahren keine Rolle mehr spielen
Österreich liegt, im Europa-Vergleich, bei der Internetpenetration mit 69% im oberen Mittelfeld
Online hat im Mediamix die höchste Wachstumsrate mit über 30% pro Jahr
Online ist im Mediamix mit insgesamt 3% trotzdem nur ein sehr kleiner Bereich
im Jahr 2008 stieg die globale Internetnutzung um 18%, die Nutzung von Social Networks um 63%
der Zuwachs bei den Social Networks findet vorallem bei den 18 – 34 und 35 – 49 jährigen statt
wenn sie 15Min Zeit hätten würden 14-29 jährige lieber im Social Web surfen als zu fernsehen oder zu telefonieren
Zwei Drittel der Internet-Nutzer sind auch im Social Web zu finden
Rolf Luehrs, TuTech Innovation GmbH
Einteilung von Social Media Plattformen in …
Videoportale, Soziale Netzwerke, (Micro-)Blogs, Fotocommunities, Musikcommunities, Bewertungsportale, Social Bookmarking, Social News Portale, Markencommunities, Feedaggregatoren
Einteilung der Social Web Benutzer in …
Creators (Erstellen von Inhalten), Critics (Bewerten und kommentieren), Collectors (Sammeln Links), Joiners (haben ein Profil), reine Konsumenten und kommplett Inaktive
Die Verteilung bei den Benutzern zwischen 18 und 24: Creators 22%, Critics 26%, Collectors 8%, Joiners 36%, Spectators 55% und Inactives 29%
Creators und Critics werden deutlich weniger bei älteren Social Web Nutzern
Durchschnittliche tägliche Internetnutzung in Deutschland: 1 Stunde, bei den 14-19 Jährigen 2 Stunden
Videoportale werden deutlich mehr genutzt als andere Web 2.0 Portale (weil man sich nicht anmelden muß)
81% der deutschen Mittelstandsunternehmen wollen noch keine Web2.0 Instrumente nutzen
Thomas Schwabl, MarketAgent.com
Die bekanntesten Social Media Plattformen in Österreich sind YouTube, Facebook und Myspace
Bei den Registrierungen ist Facebook vor MeinVZ (StudiVZ, SchülerVZ) und YouTube
Hauptgrund für die Registrierung ist mit fast 30% die Kommunikation mit Freunden/Bekannten.
Über 55% nutzen eine Plattform mehrmals pro Woche oder sogar täglich.
Die Plattformen werden vor allem zum ansehen von Bildern/Videos (64%) und zur Kommunikation (59%) genutzt.
Nur 15% der Befragten haben keine Bedenken persönliche Daten ins Netz zu stellen.
Joachim Graf, ibusiness.de – HighText Verlag
Die Grenzen zwischen privat/beruflich und Leser/Publizist verschwimmen, jeder ist alles.
Die Benutzer verändern sich, die “Net Generation” kennt kein Leben ohne Internet.
“Was wichtig ist, kommt öfter”, die Frequenz der Nachrichten ist wichtig
Die Nutzeraufmerksamkeit und der Qualitätsanspruch sinkt immer mehr
Authentizität und Vertrauen ist alles
Kunden vertrauen vor allem anderen Kunden danach erst den klassischen Medien
“Branding” wird immer wichtiger um Vertrauen zu stärken
Für E-Mail, Display-Werbung sinkt die Nutzerakzeptanz … steigend sind SMM, SEO, SEM
Medien werden interaktiver und mobiler
Oliver T. Hellriegel, University of Applied Sciences in Economics and Management
Wird asap nachgereicht.
Hoffentlich hab ich alles halbwegs richtig zusammengefasst. Fotos und (bald auch) Videos gibt’s auf der meshed Homepage zu sehen.
Ein weiteres Detail das so am Rande der Google Wave Präsentation gezeigt wurde ist die neue Rechtschreibprüfung. Grundsätzlich funktioniert das ja seit Jahren nach dem selben Prinzip, man hat ein Lexikon da schaut man die Wörter nach und wenn nicht vorhanden dann ist es wohl ein Fehler. Einige Varianten gibts dann noch bei denen statistische Daten mit einfließen und grundsätzliche Semantik verwendet wird. Aber die neue Rechtschreibhilfe von Google geht noch drei Schritte weiter.
“open a can of been soup” war das Beispiel … Google Wave markiert “been” obwohl es offensichtlich richtig geschrieben ist, aber aus dem Kontext heraus wurde erkannt das dort etwas anderes hingehört, Google Wave schlägt unter anderem “bean” vor. Da könnte man noch sagen, na gut “been” ist ein Spezialfall den man mit Gramatikregeln noch schön hinbekommt, aber was ist mit “icland is an icland” … Google Wave macht automatisch “Iceland is an Island” daraus … das ist schon ziemlich genial …
Rasmussen erklärt eiskalt … “Wir haben einfach das ganze Internet als Sprachmodell benutzt.” … na dann … ich bin gespannt wie es mit anderen Sprachen funktioniert!
Viele interessante Punkte wurden auf der meshed#1 angesprochen aber einiges ist in den verschieden Vorträgen immer wieder aufgetaucht.
Empfänger = Sender – Die typischen Strukturen brechen auf, alle die bisher nur Informationen konsumiert haben, können in Zukunft auch aktiv am Dialog teilnehmen. Das stellt die Marketing- und Presseabteilungen vor ganz neue Aufgaben. Reagieren und Lenken von Meinungen wird die zukünftige Herausforderung sein.
Hör mir zu! – Die Kunden wollen auch an diesem Dialog teilnehmen und liefern verstärkt positives und negatives Feedback über Web2.0-Kanäle. Wer nicht oder falsch auf dieses Feedback reagiert ist bei seiner Kundschaft schnell unten durch.
Echt sein! – Das Web macht es sehr leicht verschiedene Produkte, Aussagen und Marken zu vergleichen. Wer nicht ehrlich mit seinen Kunden ist, wird schnell entlarvt und gnadenlos vorgeführt.
Günstiger Einstieg – SMM erfordert wenig Erstinvestition aber kontinuierlichen Personalaufwand. Die verschiedenen Plattformen und Kanäle müssen überwacht werden und die Reaktionen müssen zeitnah und strategisch erfolgen.
Bin Unterwegs. – In den nächsten Jahren wird sich das mobile Internet wirklich durchsetzen. Das Web wird vor allem auf mobilen Endgeräten konsumiert werden. Die Informationshappen werden kleiner und verteilen sich auf Widgets, Apps und viele verschiedene Portale/Dienste.
Negativ = Positiv – Auch negatives Feedback ist positiv, zumindest wenn es gehört wird und wenn die richtigen Reaktionen schnell erfolgen. Dann kann jede Kritik in etwas positives gewandelt werden und man wird etwas für die Zukunft lernen.
So das waren jetzt mal so allgemeine Punkte die besprochen wurden. Konkrete Zahlen und Fakten gibt es dann im nächsten meshed#1-Post.
Und hier ist sie, die nächste Welle in der Google Strategie die Weltherrschaft an sich zu reissen. Aber was soll man machen das Google-Zeugs ist nun mal immer extrem geil.
Vor ein paar Tagen haben die Rasmussen Brüder auf der Google I/O die nächste große Googleware vorgestellt. Seit zwei Jahren arbeiten die Beiden in Australien an dem Projekt namens “Google Wave“. Wem der Name Rasmusen bekannt vorkommt, jap das sind die beiden die vor ein paar Jahren Google Maps gemacht haben.
Aber was ist die Welle? Die Ausgangsfrage war: What would email look if it would invented today?”
Dabei rausgekommen ist ein Kommunikationsobjekt das auf einem Server gehostet ist. Diese Wave kann man sich vorstellen wie eine Baumstruktur von Nachrichten die entweder zeitverzögert oder auch live übermittelt werden. Damit haben Sie eine Mischung zwischen E-Mail, IM und Chat geschaffen. Der Client um diese Waves zu bearbeiten ist der Browser.
Teilnehmer an einer Wave können diese bearbeiten und lesen, es können jederzeit neue Teilnehmer hinzugefügt werden. Die Waves lassen sich spalten und ergeben dann neue eigenständige Kommunikationen. Dadurch das die Wave an einer zentralen Stelle liegt, sieht immer jeder Teilnehmer sofort was der andere schreibt.
Wenn man irgendwo mitten in einer Kommunikation einsteigt kann das natürlich etwas unübersichtlich sein. Dafür wurde ein Playback-Feature eingebaut das einem anzeigt wann wer wo was geändert hat. Außerdem können Teilwaves auch als privat markiert werden, nur Teilnehmer die dafür freigeschaltet sind können diese Nachrichten dann sehen.
Aber eine Wave kann nicht nur Text enthalten, es gibt bereits Plugins für Bilder und Videos, die man mittels Drag&Drop einfach in den Browser ziehen kann. Das funktioniert derzeit aber nur wenn man Gears installiert hat.
Für Google Wave gibts natürlich auch Clients für iPhone und Android, alles basierend auf GWT, eh klar.
Eine neue österreichische/deutsche Plattform auf der man “Offline-Treffen” organisieren kann. Man kann Mitglieder, Termine und Umfragen verwalten. Ich hab mal eine Gruppe für Challenge09 angelegt, erreichbar unter folgender URL: