“Head Chef – The Googlers are Hungry – The only Chef job with stock options!” … so lautete die Stellenausschreibung mit der Google einen Chefkoch suchte. Zu diesem Zeitpunkt arbeiten 45 Personen bei Google. Charlie Ayers wurde 1999 eingestellt, davor war er Koch für Grateful Dead, damals war er 33 Jahre alt und damit einer der ältesten Google Mitarbeiter. Seine Aufgabe bestand darin den Google Leuten täglich gesunde nahrhafte Mahlzeiten zu servieren damit sie gesund und produktiv bleiben.
“Nach den Wochenenden kommen die Leute immer und sagen: Ich hab am WE viel Geld fürs Essen ausgegeben aber es hat nicht so gut geschmeckt wie bei dir … ich antworte darauf … is because I care about you folks! I cook with love!”
An dem Tag als Google an die Börse ging gabs keinen Champagner, Ayers organisierte einen Eiswagen an dem die Googler den ganzen Tag Eis essen konnten soviel sie wollten.
2004 musste Google an die Börse, eigentlich wollten Page und Brin das überhaupt nicht aber die Investoren bestanden darauf. Nach ersten Gesprächen mit den Zuständigen bei der Wall Street war den Google Gründern klar das sie auf keinen Fall auf die traditionelle Weise an die Börse gehen werden. Sie waren unzufrieden mit den horrenden Kosten die die Börse verrechnen wollte (7% vom Gesamtvolumen), mit der Verteilung der Aktienkontingente, dem Ablauf, kurz gesagt, mit allem eigentlich.
Google beschloss alles selbst in die Hand zu nehmen, und gemeinsam mit ihrer Kanzlei konnten sie die Börse und die SEC (Börsenaufsicht) dazu überreden ein anderes System zu versuchen. Die Google-Aktien wurden nicht, wie normalerweise, unter der Hand an einige Großaktionäre vor-verteilt sondern mittels Rückwärts-Auktion (Holländische Auktion) gehandelt. Die geschlossenen Road-Shows die während der Stillhaltephase vorm Börsengang gemacht werden, wurden zwar abgehalten aber Brin und Page sagten den Großanlegern nichts was nicht auch im Internet zum nachlesen war. Damit hatten alle die selben Informationen und die gleichen Chancen auf die Google-Aktie.
Detail am Rande: Die SEC hat einige Pressetexte bemängelt weil Page seine Mitarbeiter nur mit Vornamen (zB.: Eric Schmidt) erwähnt hat. “Das könnte verwirrend und uneindeutig sein.”, aber Google hat eine Änderung aus ideologischen Gründen abgelehnt.
TouchTerm ist ein SSH-Client fürs iPhone der mit Unterstützung von gespeicherten Connections, WiFi/3G-Support und vielen Einstellungsmöglichkeiten glänzt.
Die iPhone-Touch-Tastatur lässt sich ausblenden oder auch im Landscape-Modus verwenden. Zusätzlich wurden Cursor- und Funktions-Tasten (F1, F2, …, ESC, CTRL, …) integriert die man halbtransparent über den Screen legen kann. Damit wird das verwenden von Editoren wie VI oder VIM auch möglich.
FM4 immer und überall dabei, mit der kostenlosen FM4 Radio – iPhone App von der Agentur Loop. Zusätzlich wurde auch das FM4 Trackservice integriert damit man auch immer gleich gucken kann was man gerade gehört hat. Tolle App!
Bekanntlich dürfen Google-Entwickler 20% ihrer Arbeitszeit, also einen Tag pro Woche, an eigenen Projekten arbeiten. Eigentlich stammt diese Einteilung aus dem universitären Umfeld, wo immer ein Tag pro Woche als Projekt-Tag reserviert war. Google war aber nicht die erste Firma die dieses Prinzip übernommen hat, auch bei 3M gibt es so eine Regelung die damals zur Entwicklung des Post-Its geführt hat. Einige Projekte die bei Google als 20%-Projekt begonnen haben sind zb.: Froogle von Craig Nevill-Manning oder Google News von Krishna Bahrat.
Die Dokumentation Code Rush kann ab heute kostenlos heruntergeladen werden. In Code Rush gehts um die Anfänge des Mozilla-Projekts und die Übernahme von Netscape durch AOL im Jahre 1998/99. Die Doku wurde zum ersten Mal 2000 im amerikanischen Fernsehen gezeigt.
Quote after 60 hours at office by Scott Collins (Late night trouble shooter): “Writing Software is different from selling real estate. If your clients go to bed you stop selling real estate. Computers never sleep!”
Nachdem AdWords eingeführt wurde, eine Form von Live-Auktion für Suchwörter, schauten sich die Google-Leute an, welche Wörter am teuersten gehandelt werden. Alle waren etwas Verwundert, damals war das teuerste Adword: Mesothelioma, eine Form von Krebs die durch Asbest verursacht wird. Die Anwälte rechneten sich wohl gute Geschäfte mit Geschädigten aus die ihre ehemaligen Firmen verklagen wollten.
Eric Schmidt war CTO bei Sun und danach CEO bei Novell, und Schmidt hatte absolut kein Interesse daran, für Google zu arbeiten. Das Meeting mit Page und Brin machte er nur aus Gefälligkeit für einen Freund und Google-Investor. Genauso sahen es die beiden Google-Gründer die Schmidt für einen Erbsenzähler hielten den sie nicht in der Firma haben wollten. Das Gespräch begann damit das Sergey über die “stupidity of strategy” sprach die Schmidt gerade bei Novell eingeschlagen hatte. Danach stritten die drei eineinhalb Stunden über ihre grundsätzlichen Ansichten. Trotz dieses holprigen Starts hat Schmidt 2001 bei Google als CEO angefangen und führt bis heute das Tagesgeschäft.
Dieser Jemand war Eric Schmidt der als CEO, Google zu Geld machen sollte. Google hatte mittlerweile die AdWords eingeführt und die ersten Fragen die Schmidt stellte waren: Woher kommen eigentlich die Suchanfragen und die Anzeigen. Die Antwort darauf hat Page und Brin die Augen geöffnet. 95% Anzeigen aus USA und 60% Suchanfragen aus Nicht-USA. Darauf Schmidt zum Vertriebsleiter: “Go to Europe and do not return until you have hired key executives to run our European sales operations!”. Kurze Zeit später wurden Niederlassungen in Hamburg, London aber auch in Tokyo und Toronto eröffnet.
Die gängige Präsentationsmethode von Page und Brin sah so aus: Sie öffneten die Seite eines Konkurrenten und gaben den Namen dieser Seite in das Suchfeld ein. Viele Suchmaschinen damals konnten sich nicht mal selber finden. Danach ließen sie ihre Gesprächspartner mit google suchen. Diese Taktik funktionierte eigentlich immer.
Zum Beispiel auch bei den beiden wichtigsten Venture Capital Unternehmen im Silicon Valley, obwohl Google keinen Business plan vorlegen konne, bzw. nicht mal eine Ahnung hatte ob und wie sie jemals Geld verdienen würden, investierten beide jeweils 12,5 Mio USD in die Suchmaschine. Die einzige Auflage war: Google muß jemanden einstellen der das Produkt zu Geld machen konnte, wer das sein soll oder wann diese Person anfangen muß, wurde nicht vereinbart.