Carl Haffners Liebe zum Unentschieden – Ein Roman über einen Schachmeister der nicht gewinnen muß weil ihm das Remis vollkommen ausreicht. Mit viel Fleiß aber ohne jeglichen Ehrgeiz arbeitet sich Haffner bis auf Platz zwei der Weltrangliste hoch und spielt 1910 gegen den Deutschen Emanuel Lasker um den Weltmeistertitel.
Ausführlich und spannend erzählt Thomas Glavinic aus dem Leben der österreichischen Schachhoffnung und dem Kampf um die Weltmeisterschaft. Carl Schlechter (wie er wirklich hieß) war als ehrenhafter und fairer Spieler bekannt, er war zufrieden mit dem was er erreicht hatte, er spielte um des spielens willen.
Ein sehr liebes, wenn auch komplett unnötiges Geschenk von Babs, danke nochmal.
Beigbeder der selber jahrelang erfolgreicher Texter bei der internationalen Werbeagentur Young & Rubicam (Ford. Die tun was) war hat 2001 mit 39,90 (99 francs) einen Überraschungshit gelandet. Von seinem Freund Houellebecq bringt ihn auf die Idee und Beigbeder schreibt einen “Roman mit autobiografischen Zügen” (Wikipedia) mit dem Ziel gekündigt zu werden / also quasi ein 280 Seiten Kündigungsschreiben.
Ein Buchtipp von der Klaudia / ein hochintelligentes Mädchen das an ihrem nächsten Geburtstag die Wohnung anzünden und Selbstmord begehen will / eine 54 järige Concierge die ihre Intelligenz und Liebe zu Tolstoi zu verbergen versucht und ein wundersamer Japaner der alles ändert / teilweise Fremdwort-Galore / also Duden bereitlegen / ansonsten sehr tolles Buch, bissig und kritisch.
Ich sage mal die Amazon-Bewertungen sprechen eine eindeutige Sprache / ein Buch das man mal schnell zwischendurch lesen kann / ca. 220 Seiten / ein Tipp von der Babs / eine fehlerhaft eingegebene Mail-Adresse führt zu einer ausgewachsenen E-Mail-Romanze / lustig, traurig, fordernd, überschwänglich, betrübt, … schreiben die Beiden, Emmi und Leo, aufeinander ein / je nach Lust, Laune, Uhrzeit, Alkoholpegel und Gemütsverfassung / das die Geschichte net gut ausgehen kann, dürfte jedem klar sein / toller österreichischer Roman!
Grad ausgelesen / Vincent von Joey Goebel / eine Empfehlung von der lieben Babs / eine tieftraurige Geschichte über einen gequälten Künstler und seinen vermeindlichen Manager / aber vor allem eine schonungslose Abrechnung mit der aktuellen Medienlandschaft / ich hab ja seit einigen Wochen kaum mehr ferngesehen / zu viel arbeiten, die restliche Zeit lese ich / heute hab ich wieder einmal angeschaltet und wie Harlan (Vincents Manager), im Buch, durch die Sender gezappt:
Gameshows mit mikrigen Preisen und schon xmal dagewesenen Konzepten / Kinder beantworten Fragen für Erwachsene / 100 gegen einen, 1er gegen Hundert / eine von diesen fucking TOP100 Irgendwas-Shows mit Nina Hagen als Gast / die ist noch das Beste an der ganzen Scheiße / Ghost Whisperer – Die langweiligste Serie der Welt / “Hengstparade” (nicht was ihr denkt) – deutsche Krimikomödie mit der Hörbiger – gleich auf zwei Sendern / da passt auch der Matula dazu, ja ein “Fall für Zwei” gibts immer noch / “Evolution” mitm Duchovny und der Juliann Moore, keine wirkliche Bereicherung für Science Fiction / Doku-Soap übers Hausbauen die 100ste / MTV – irgendwelche alten Schlampen in Schulmädchen-Outfits ??? / Sportsender mit pokerspielenden Blondinen + Sido (strange ) / die restlichen Sender schau ich sowieso nicht / HALT … am 9LIVE ist “Saturday Night Fever” und das ist mit Abstand das Beste was grad im Fernsehen ist … Super!
Harlan: “Anscheinend nahm die Öffentlichkeit im allgemeinen jedes Stück Scheiße bereitwillig hin, das ihr per Massenroduktion über den Äther untergeschoben wurde.”
Vor mir liegt die “I am Legend”-DVD und mir schwant Schlimmes / Augen zu und durch!
Ein Buch das man als Programmierer kennen sollte aber wohl nur die wenigsten komplett gelesen haben … ich versuchs jetzt nochmal auf eine andere Art … häppchenweise aufgearbeitet.