Gmail Offline! Endlich!

offlineWie gestern bereits alle berichtet haben hat Gmail jetzt endlich den lange angekündigten Offline-Modus bekommen. Heute war das Feature auch bei mir freigeschaltet, nachdem ich gestern die Sprache auf Englisch umgestellt hatte! Wenn das Feature aktiviert ist, dann ist es nur in der englischen Version unter Settings -> Labs -> Offline zu finden.

bild-2Was heißt Offline-Modus? Bisher war es ja nicht mal möglich seine Mail zu lesen wenn man keine Internet-Verbindung hatte. Blöd wenn man im Zug mal schnell schauen will wo man genau hin muß und das steht nur in Gmail. Jetzt werden die Mails automatisch auf die lokale Festplatte synchronisiert solange man online ist. Hat man keine Internet-Verbindung und gibt die Gmail-Url im Browser ein springt ein lokaler Web-Server ein. Möglich macht das die Google-Browser-Erweiterung Gears die alle benötigten Services zur Verfügung stellt.

Wieder ein großer Schritt bei der Verschmelzung von Desktop und Web.

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Google Dev Day 08 (Nachmittag)

Noch kurz zum Nachmittag damit ich das fertig hab :)

Google Web Toolkit (GWT)
“… internally we call it Gwit” und Gwit ist dieser Compiler der aus Java ein Javascript-AJAX-HTML Projekt erzeugt. Progammiert wird das Ganze wie ein SWING- oder AWT-Projekt in Java und verwenden soll man dazu Eclipse. Der GWT-Compiler erzeugt dann daraus für jede unterstützte Browser-Variante ein eigenes optimiertes HTML und Javascript. Auch Sprachvarianten werden da bei den Browsern unterschieden, nicht nur Versionen. Da kommen dann X Versionen zusammen … plus … ein Javascript-Bootstrap-Script das die jeweilige Browser-Version dann erkennt und das richtige Script lädt.

Die Vorteile dieser Methode liegen irgendwie auf der Hand … der Compiler wird ständig verbessert und wird in Zukunft immer mehr Browser unterstützen. Der Compiler kümmert sich auch speziell um Browser-Bugs und Javascript-Memory-Holes bzw. vermeidet diese. Der Sumit Chandel hat dann auch gemeint das GWT vorallem für große Javascript-Projekte interessant ist weil da bei handcoded JS immer die Resourcen aus dem Ruder laufen. War wirklich interessant obwohl ich das in nächster Zeit nicht brauchen werde.

Google Gears
Mir war ja net so klar was das bringen soll … Anwendungen offlinetauglich machen … is natürlich irgendwie für Google wichtig das man auch seine Mails in Gmail lesen kann wenn man net online is … aber für mich?

Aber erstens bringt das einige lässige Nebeneffekte mit sich und zweitens is Gears net nur für diesen Zweck gedacht.

Ein Nebeneffekt beispielsweise: Wenn ich eine Offline-Version habe, hab ich auch eine super-gecachte Version die damit auch super-schnell ist. Die Aktualisierungen laufen asyncron im Hintergrund ab und können ab dem Zeitpunkt dann immer direkt von der lokalen Festplatte geladen werden.

Aber Gears ist in Wirklichkeit das Google Krimskrams-Plugin, da kommt alles rein was die irgendwie brauchen und das wird in Zukunft (bzw. auch jetzt schon) viel mehr sein als der lokale Webserver (offline-tauglichkeit) oder die Workerpools. Google arbeitet an allen möglichen Erweiterungen die es in Zukunft auch in HTML5 geben wird. Da aber keiner drauf warten will bis alle Browserhersteller das umgesetzt haben kommen die HTML5-Sachen einfach mal solange per Gears.

Wrapup (+Android) Session
In der Wrapup-Session wurde dann noch das neue Google-Handy gezeigt bzw. Android (die Software). Was das Ding alles kann und hat wird sicher auch irgendwo im Netz stehen, den Google-Leuten selber ist es Wurst … die wissen weder welche Kamera da drin ist, noch welche genaue Auflösung das Display hat. Das Handling mittels Touchscreen hat teilweise nicht recht gut funktioniert (extreme Wurschtlfinger), Tastatur hat er nicht benutzt, Kamera hat nur ein dürftiges Foto zustande gebracht.

Sehr nett war allerdings das Paralax-Scolling des Hintergrunds. Interessant: Die Software wird stark mit allen Google-Diensten (GMail, Docs, Calender, …) verzahnt sein, das heißt: Ohne Google-Account macht das G1 keinen Spaß.

Google Developer Day 2008 München (Vormittag)

Gestern hat Google 550 Software-Entwickler ins Messezentrum München zum Google Developer Day 2008 eingeladen. Im allgemeinen geht’s darum neue Google-APIs kennenzulernen oder vorhandenes Wissen zu vertiefen.

1. Session – State of AJAX
Leider nicht viel Neues oder Spannendes … Großteils Infos über den aktuellen Stand und was dazu geführt hat. Für die Zukunft könnten threaded Javascript-Prozesse interessant werden und vermehrt auch Visualisierung via Javascript, also Canvas oder SVG. Canvas ist bereits nativ im Firefox und Safari verfügbar, im Internet Explorer nur per Plugin. In der ganzen Session gab’s natürlich viele Verweise auf GWT, Chrome und Gears.

Eine nette Info am Rande war das Untersuchungen gezeigt haben das Benutzer nur Interfaces als optimal ansehen die immer innerhalb von 0.1s antworten. Antwortzeiten bis zu 1.0s werden gerade noch als funktional gesehen.

Session Zwo – App Engine
Bei App Engine wird es in Zunkunft auch kostenpflichtige Angebote geben, die Preismodelle sind ähnlich undurchsichtig wie bei Amazon, irgendwas per Prozessorzeit, Transfer, Speicherbedarf … aber der Mano Marks meinte falls man das Doppelte haben will was man kostenlos bekommt (das ist ziemlich viel) dann wird’s ca. 40$ im Monat kosten.

Im folgenden wurde dann über den Datastore gesprochen … SELECT per key is schnell, COUNT is langsam (sehr langsam) und es gibt starke Einschränkungen beim SELECT. Und natürlich, was wird die nächste Sprache nach Python sein? Zitat: “Ich kann nur soviel sagen: Es wird wahrscheinlich nicht Cobol sein, oder Fortran … oder Algol” :)

Chrome SitIn-Session
Während des Mittagessens wurde eine improvisierte Question/Answer Session zu Google Chrome abgehalten. Eh immer die gleichen Fragen: Warum hat der Browser eine eindeutige ID, wann kommt die MAC/Linux-Version, warum wird Chrom im Userspace installiert, wirds einen Plugin-Meachnismus geben … alle Antworten auf diese Fragen sind schon x-mal im Internet beantwortet worden und können dort gelesen werden.

Nur noch zwei Details zu Chrome die ich nicht wusste … unter Chromium wir der Browser als Open-Source veröffentlicht und zwar fast genau so wie er dann auch von Google verbreitet wird, bis auf den Update- und Feedbackmechanismus. UUUUnd … ich habs genau gesehen … in einer anderen Session hatte ein Google-Mensch im Dock ein Chrome-Icon … also die Mac-Version ist bereits lauffähig und kann nicht mehr sooo lang auf sich warten lassen. Die Mac/Linux-Versionen sind derzeit auch Prio1 weil sich das Chrome-Team nicht mehr jeden Freitag ansudern lassen will (keine Ahnung was bei denen am Freitag is).